Drei Jahre Rettung von Kindern in den schwierigsten Zeiten

24. Februar, 4:40.
Vor genau drei Jahren veränderte sich die Welt um uns herum für immer. Städte standen in Flammen, Telefone klingelten ununterbrochen, und Herzen erstarrten vor Ungewissheit.

4:40 Uhr morgens. Ukraine.
Explosionen, Feuer, Weinen, Verzweiflung, Tränen. Und inmitten all dessen – Kinder, die gerettet werden mussten. Diejenigen, die wir täglich retteten, befanden sich plötzlich in noch größerer Gefahr.

Babys, die seit ihrer Geburt ein Jahr im Krankenhaus verbracht hatten. Kinder, die Dutzende von Operationen überstanden hatten. Säuglinge an Beatmungsgeräten. Jemand war mit dem Krankenwagen auf dem Weg ins Krankenhaus, kam aber nie an…

In den Krankenhäusern herrschte reges Treiben. Und innerhalb weniger Stunden trafen verletzte Kinder ein. Kinder mit Kugeln im Körper. Dies wurde die neue Realität. Wir wussten nicht, wie wir handeln sollten, aber wir wussten eines: Sie konnten nicht ohne Hilfe bleiben.

Der kleine Illjuscha aus Berdjansk, der ein Jahr im Krankenhaus verbracht hatte, wollte nach Hause zurückkehren, aber der Krieg nahm ihm diese Chance.
Die kleine Melania, die nach Krebsoperationen gezwungen war, sich im Keller zu verstecken.
Jegor, ein Waisenkind an der Dialyse, blieb ohne Behandlungsmöglichkeit.
Und es gibt Hunderte solcher Geschichten.

Die kritischste Situation begann: ein Kind mit einer Kugel im Hals, ohne Familie, ohne Hoffnung. Wir wussten – wir mussten handeln.

Die Evakuierung begann. Sofia war die erste. Ihre Reise nach Rom wurde historisch. Damals nahm keine Klinik ukrainische Kinder kostenlos auf. Wir flehten, baten und suchten nach einem Ausweg.
Genau in diesem Moment öffnete die Privatklinik des Papstes ihre Türen für unsere Kinder. Und dies wurde der Beginn einer groß angelegten Rettungsaktion.

Evakuierungszüge.
Militärflugzeuge.
Hunderte europäische Rettungswagen.
In diesen drei Jahren haben wir Tausende von Kindern gerettet.

Wissen Sie, wie fest ein Kind umarmt, das allein um sein Leben kämpft?
Wissen Sie, wie laut das Herz eines Babys schlägt, das in einem “Fenster des Lebens” zurückgelassen wurde?
Wissen Sie, wie eine Mutter weint, wenn sie versteht, dass ihr Kind eine Chemotherapie braucht und überall Explosionen sind?

Wir werden von Ärzten inspiriert, die 40 Tage lang den Operationssaal nicht verließen.
Von Freiwilligen, die nach der Arbeit Kinder retteten.
Von Menschen, die ihr Letztes gaben, um zu helfen.

Wenn es schien, als könnten wir es nicht schaffen – wurden wir noch stärker. Wir lernten, mehr zu tun, Pläne zu schmieden und neue Möglichkeiten zu eröffnen. Wir glauben, dass unsere Mission die Geschichte der Ukraine verändern wird.

Ja, es gab Tränen. Aber heute sind es Tränen der Dankbarkeit. Dankbarkeit für jedes gerettete Leben.

Nichts wird uns aufhalten, denn wir sind zusammen.
Zusammen sind wir stärker.
Zusammen können wir noch mehr Kinder retten.
Zusammen bauen wir die Zukunft.
Zusammen – unsere Stärke. Zusammen sind wir ein großes Herz!

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