Multiple Splitterverletzungen, zertrümmerte Beine, beinaher Sehverlust, Verwaistheit – all dies musste die siebenjährige kleine Angelina durchmachen. Der Einschlag einer russischen Rakete zerstörte das Leben des Mädchens, ihrer beiden Brüder und ihrer Schwester.
Jener schreckliche Tag nahm das Leben eines Mannes, der allein vier Kinder großzog. Sie wurden zu Waisen. Damals erlitt der ältere Junge schwere Verletzungen an beiden Händen, multiple Splitterverletzungen. Ärzte mussten Phalangen an zwei Fingern der Hand amputieren. Am schwersten betroffen war die jüngere Tochter – kleine Angelina. Sie hat unzählige Splitterverletzungen, schwere Verletzungen beider Augen, beide Beinchen zertrümmert.
Erste medizinische Hilfe erhielten die Kinder in einem lokalen Krankenhaus. Doch der Gesundheitszustand war so kritisch, dass sofort gehandelt werden musste: Fachärzte hinzuziehen, Transport an einen sichereren Ort in eine medizinische Einrichtung. Damals bestand besonders für das Mädchen große Gefahr, das Augenlicht vollständig zu verlieren, niemals wieder auf den Beinchen stehen zu können. Jeder Tag des Wartens konnte Unumkehrbares bewirken.
Fast einen Monat später erfuhr die Wohltätigkeitsorganisation "Mutter und Kind" von Ärzten über die tragische Geschichte dieser Familie, über die schwerverletzte kleine Angelina und ihren Bruder. Der Gedanke an sie ließ uns nicht los. Wir verstanden, dass wir alles Mögliche und Unmögliche tun würden, damit diese Kinder wieder leben und sich freuen könnten. Bald gelang es, die Kinder von Charkiw nach Kiew zu transportieren, wo die Kinder in der privaten medizinischen Einrichtung "Dobrobut" untergebracht wurden. Dort befanden sich kleine Angelina und ihr Bruder unter ständiger Aufsicht und erhielten notwendige Untersuchungen, Behandlungen, Therapiestunden mit einem Psychologen.
Wir verstehen jetzt, welch schwierigen Weg wir gemeinsam zurückgelegt haben, damit die Kinder ihre Chance auf Leben bekamen. An der Verwirklichung dessen beteiligten sich viele mitfühlende Herzen, die sich dem Schicksal der Waisen annahmen.
Wir danken den Ärzten, die das kindliche Leid nicht übersehen konnten und sich sofort an uns wandten, um bei der Rettung der Kinder behilflich zu sein. Wir danken auch jenen, die 24/7 an ihrer Seite waren und notwendige qualifizierte medizinische Hilfe leisteten.
Wir danken unseren ruhmreichen Streitkräften der Ukraine, dass wir die Möglichkeit haben, uns um die Kinder zu kümmern und um ihr Leben zu kämpfen.
Dankbar sind wir allen Mitarbeitern der Sozialdienste, die die Kritikalität der Situation verstanden und entgegenkamen, damit die Kinder ihre Chance zum Leben bekamen.
Wir danken jedem, der kleine Angelina und ihren Bruder unterstützte, half, um ihr Leben bangte. Diese Geschichte vereinte Tausende gute und mitfühlende Menschen! Sie schrieben, riefen aus allen Ecken der Welt an, fragten nach den Bedürfnissen der Kinder im Krankenhaus. Und sie übergaben Spielzeuge, damit es ihnen nicht langweilig würde.