Spina Bifida bei Neugeborenen: Ursachen, Formen und Behandlung

Spina Bifida bei Neugeborenen: Was ist das, Ursachen, Formen und Behandlung

Die Erwartung eines Kindes ist eine Zeit voller Träume, Aufregung und Hoffnung. Doch manchmal hören Eltern noch während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eine Diagnose, die den gewohnten Ablauf verändert — Spina Bifida.

Für die meisten Familien ist diese Erkrankung völlig unbekannt. Sofort entstehen viele Fragen:

– Was bedeutet diese Diagnose?
– Warum ist sie entstanden?
– Kann dem Kind geholfen werden?
– Ist eine Operation notwendig?
– Welche Zukunft erwartet das Kind?

Trotz der Komplexität dieser Diagnose hat die moderne Medizin die Möglichkeiten der Behandlung von Spina Bifida bei Kindern deutlich erweitert. Dank frühzeitiger Diagnostik, der Zusammenarbeit multidisziplinärer Teams und rechtzeitiger neurochirurgischer Eingriffe erhalten viele Kinder die Chance auf ein aktives Leben, Entwicklung und Bildung.

In diesem Artikel erklären wir in einfachen Worten, was ist Spina Bifida, welche Formen von Spina Bifida es gibt, welche Ursachen von Spina Bifida bekannt sind, welche Symptome auftreten können, wie die Diagnose von Spina Bifida erfolgt und welche Möglichkeiten der Behandlung von Spina Bifida bestehen. Außerdem erklären wir, warum eine rechtzeitige medizinische Hilfe so wichtig ist.

Was ist Spina Bifida?

Spina Bifida ist ein angeborener Neuralrohrdefekt, der bereits in den frühen Stadien der Schwangerschaft entsteht.

Während der normalen Entwicklung des Fötus schließt sich das Neuralrohr etwa in der vierten Schwangerschaftswoche vollständig. Aus ihm entwickeln sich später das Gehirn und das Rückenmark.

Wenn dieser Prozess gestört ist, schließt sich die Wirbelsäule nicht vollständig. Je nach Form der Erkrankung können durch den Defekt die Rückenmarkshäute oder Teile des Rückenmarks selbst nach außen treten.

Deshalb gehört Spina Bifida zu den schweren angeborenen Fehlbildungen, die eine spezialisierte medizinische Betreuung und in vielen Fällen eine operative Behandlung erfordern.

Wie häufig kommt Spina Bifida vor?

Spina Bifida gehört zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Nervensystems.

Jedes Jahr werden weltweit Tausende Kinder mit dieser Diagnose geboren.

Dank der Fortschritte in der pränatalen Diagnostik können Ärzte Spina Bifida häufig bereits während der Schwangerschaft erkennen oder vermuten. Dadurch kann die Geburt in einem spezialisierten medizinischen Zentrum im Voraus geplant und dem Kind rechtzeitig die notwendige Hilfe geleistet werden.

Ursachen von Spina Bifida

Die genauen Ursachen von Spina Bifida sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Es ist bekannt, dass mehrere Faktoren gleichzeitig zur Entstehung dieser Fehlbildung beitragen können.

Dazu gehören:

– eine unzureichende Versorgung mit Folsäure in den frühen Schwangerschaftswochen;
– genetische Veranlagung;
– bestimmte chronische Erkrankungen der Mutter;
– die Einnahme bestimmter Medikamente während der Schwangerschaft;
– Störungen bei der Entwicklung des Neuralrohrs in den frühen Stadien der Embryonalentwicklung.

Wichtig ist: In den meisten Fällen sind die Eltern nicht dafür verantwortlich, dass ihr Kind Spina Bifida hat. Es handelt sich um eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, die häufig nicht vorhersehbar oder vermeidbar war.

Welche Formen von Spina Bifida gibt es?

Der Schweregrad der Erkrankung kann erheblich variieren.

Ärzte unterscheiden mehrere Hauptformen.

Spina Bifida Occulta

Dies ist die leichteste Form der Erkrankung.

Der Defekt der Wirbelsäule ist klein, und das Rückenmark bleibt innerhalb des Wirbelkanals.

Bei vielen Menschen verursacht diese Form keine Beschwerden und wird zufällig bei einer Untersuchung entdeckt.

Meningozele

Bei dieser Form treten die Rückenmarkshäute durch den Wirbelsäulendefekt nach außen und bilden einen mit Flüssigkeit gefüllten Sack.

Das Rückenmark selbst bleibt normalerweise an seinem ursprünglichen Platz.

Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose häufig günstig.

Myelomeningozele

Dies ist die schwerste und häufigste Form von Spina Bifida.

Durch den Defekt der Wirbelsäule treten nicht nur die Rückenmarkshäute, sondern auch Teile des Rückenmarks und der Nervenstrukturen nach außen.

Diese Form erfordert häufig einen dringenden operativen Eingriff bereits in den ersten Stunden oder Tagen nach der Geburt.

Symptome von Spina Bifida

Die Symptome von Spina Bifida hängen von der Höhe des Wirbelsäulendefekts und der Form der Erkrankung ab.

Die Beschwerden können sich von Kind zu Kind deutlich unterscheiden.

Mögliche Symptome sind:

– eine sichtbare Vorwölbung oder Veränderung im Rückenbereich;
– Schwäche oder Bewegungseinschränkungen der unteren Gliedmaßen;
– Veränderungen der Sensibilität;
– Störungen der Blasen- und Darmfunktion;
– orthopädische Veränderungen.

Bei vielen Kindern kann außerdem ein Hydrozephalus entstehen. Deshalb werden sie nach der Geburt zusätzlich untersucht und bei Bedarf behandelt.

Diagnose von Spina Bifida

In vielen Fällen ist die Diagnose von Spina Bifida bereits während der Schwangerschaft möglich.

Dafür werden eingesetzt:

– Ultraschalluntersuchungen des Fötus;
– zusätzliche pränatale Untersuchungen nach medizinischer Indikation.

Nach der Geburt können Ärzte folgende Untersuchungen durchführen:

– eine klinische Untersuchung;
– Ultraschalluntersuchungen;
– MRT oder CT, wenn dies erforderlich ist;
– Konsultationen bei einem Neurochirurgen, Orthopäden, Neurologen und weiteren Fachärzten.

Eine umfassende Diagnostik hilft dabei, die am besten geeignete Behandlung festzulegen.

Operation bei Spina Bifida: Warum ist schnelles Handeln wichtig?

Bei offenen Formen von Spina Bifida muss eine Operation bei Spina Bifida häufig so früh wie möglich nach der Geburt durchgeführt werden.

Dies kann dazu beitragen:

– die Nervenstrukturen vor weiteren Schäden zu schützen;
– das Risiko infektiöser Komplikationen zu verringern;
– bessere Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Kindes zu schaffen.

Deshalb werden diese Kinder unmittelbar von einem multidisziplinären medizinischen Team betreut.

Wie hilft die Wohltätigkeitsorganisation „Mutter und Kleinkind“?

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Wohltätigkeitsorganisation „Mutter und Kleinkind“ Neugeborene mit schweren angeborenen Fehlbildungen, darunter auch Kinder mit Spina Bifida.

Wir helfen Krankenhäusern dabei, spezielle medizinische Verbrauchsmaterialien bereitzustellen, die für dringende neurochirurgische Operationen benötigt werden.

Für viele Familien ist diese Unterstützung entscheidend, weil sie eine Behandlung ohne Verzögerung ermöglicht und dem Kind eine Chance auf eine gesunde Zukunft gibt.

Fazit

Spina Bifida ist eine schwere Diagnose, die eine umfassende Behandlung und langfristige medizinische Betreuung erfordert. Die moderne Medizin bietet Kindern mit dieser angeborenen Fehlbildung jedoch deutlich mehr Möglichkeiten als noch vor einigen Jahrzehnten.

Eine frühzeitige Diagnose, professionelle medizinische Hilfe und die Unterstützung der Familie ermöglichen es vielen Kindern, aufzuwachsen, zu lernen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln.

Das Wichtigste ist, mit dieser Diagnose nicht allein zu bleiben. Ärzte, Fachleute und Wohltätigkeitsorganisationen stehen Familien zur Seite und helfen ihnen, diesen schwierigen Weg zu bewältigen.

FAQ

Kann Spina Bifida während der Schwangerschaft erkannt werden?

Ja. In vielen Fällen kann die Erkrankung bereits bei einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung vermutet werden.

Benötigen alle Kinder mit Spina Bifida eine Operation?

Nein. Ob und wann eine Operation notwendig ist, hängt von der Form der Erkrankung und der individuellen klinischen Situation ab.

Kann ein Kind mit Spina Bifida ein erfülltes Leben führen?

Viele Kinder können nach einer rechtzeitigen Behandlung und Rehabilitation lernen, sich entwickeln und ein aktives Leben führen. Die Prognose hängt von der Form der Erkrankung, der Höhe des Wirbelsäulendefekts und dem Zeitpunkt der medizinischen Versorgung ab.

Ich möchte gerne helfen

Karte

uah
uah
eur
usd

Bankverbindung

Wenn Sie eine wohltätige Spende im Namen einer juristischen Person planen und mit dem Partnerschafts-Team sprechen möchten, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail - mama.i.nemovlya@gmail.com. Wir werden Ihnen so schnell wie möglich eine Antwort zukommen lassen.

 
Verwendungszweck: Gemeinnützige, nicht rückzahlbare Spende

For dollars, euros, hryvnas

VBO Mama i nemovlia

IBAN/Account Number

UA673005280000026005000023772

SWIFT code

OTPVUAUK

Bank

OTP
bank qr-code

Kryptowährung

USDT TRC-20

TYJ4AjDLYtYkepneLUGuUGfsFnPo1tN6mP
usdt qr-code

ETH, erc-20

0x64983836d293ee3b9e27A13C5c53153b4fBdCd75
eth qr-code